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2. August 2019

Wir solidarisieren uns mit den Besetzer*innen der Zentrale!

Dass es in Münster noch Menschen gibt, die bereit sind, in aktionistischem Protest für eine lebendige, bunte Stadt und gegen rücksichtslose Entwicklungspläne der Verantwortlichen in der Politik einzustehen, ist ein großes Glück. In einer Stadt wie der unseren, in der sich die Lage auf dem Immobilienmarkt immer mehr zuspitzt, und in der die Kommunalpolitik keinerlei nennenswerte Anstalten zu einer Entspannung macht, braucht es Engagement wie das der Besetzer*innen des Gebäudes an der Hafenstraße 70, genannt „Zentrale“. Die Baute, bis dato ungenutzt im Besitz der Deutschen Bahn, wurde in der Zeit der Besetzung zu einem kulturellen Begegnungsort, die gleichzeitig auf gewichtige Probleme der Münsteraner Gesellschaft aufmerksam machte.

Umso beklagenswerter ist es, dass die Polizei die friedliche Umnutzung des jetzt wieder brach liegenden Gebäudes nun mit einer Räumung beendete. Der AStA der FH Münster bedauert, dass die Behörden sich zu diesem Schritt entschlossen haben, und solidarisiert sich mit den Besetzer*innen. Weiterhin schließen wir uns der Forderung nach Straffreiheit an, die glücklicherweise auch schon von einigen Lokalpolitiker*innen gestellt wurde. Der mutige Protest der Besetzer*innen und der damit verbundene Hinweis auf die Versäumnisse etablierter Entscheidungsträger*innen verdienen Respekt. Auch der AStA der FH Münster wird sich weiterhin dem gemeinsamen Anliegen verschreiben, die Gentrifizierung, Zerstörung von freien Kulturräumen und systematische Überteuerung von Wohnraum in unserer Stadt zu beenden. Friede den Hütten, Krieg den Palästen!

Philipp Terstappen
Referent für Sozialpolitik

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