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16. Oktober 2016

Protestaktion: WIR ZELTEN FÜR MEHR WOHNRAUM!

Am 18.Oktober // ab 16.00 Uhr // Schlossplatz

Die Aktion dient dazu die Öffentlichkeit über die häufig schlechte Wohnsituation von Studierenden, gerade von Erstsemestler*innen zu Semesterbeginn, aufmerksam zu machen und unsere Forderungen an der Land NRW heranzutragen.

Wir rufen alle Studierenden in Münster auf an diesem Protest teilzunehmen! Kommt und setzt ein starkes Zeichen für mehr bezahbaren Wohnraum in Münster!

Das Programm:
16 Uhr: Start
16:30 Uhr: Vortrag vom Mieterverein zum Thema Mietrecht
18:00 Uhr: Begrüßung durch die ASten und das Studierendenwerk
18:30 Uhr: Poetry Slam
19:00- 21:00 Uhr: Konzerte von verschiedenen Bands (nähere Infos folgen noch)
Ab 22:00 Uhr: Zelten auf dem Schlossplatz. Es wird auch ein „DeineCouchfürErstis“-Zelt geben, in dem man hoffentlich noch die ein oder andere Unterkunft für den Semesterbeginn findet.

Der Hintergrund:
Gerade zu Beginn des Wintersemesters herrscht in vielen Hochschul-Städten Wohnungsnot. So auch in Münster. Studierende müssen teilweise über weite Strecken pendeln, kommen zeitweilig bei Freunden oder Verwandten unter oder zahlen horrende Mieten, die sie sich eigentlich nicht leisten können. Es mangelt an bezahlbaren Wohnraum. Die Wartezeit für einen Platz in Studierendenwohnheimen beträgt teilweise bis zu 24 Monate. Gleichzeitig können auch hier die Mieten nicht immer mit der maximalen BAföG-Wohnpauschale von 250 Euro bezahlt werden. Zudem sind viele Wohnheime renovierungsbedürftig.

Zwar hat das Land NRW seit 2011 ein spezielles Förderangebot für den Bau von Wohnheimen geschaffen und seit 2014 gibt es außerdem das Sonderkontingent von jährlich 50 Millionen Euro Wohnraumförderung, welche in Form von zinsgünstigen Förderdarlehen vergeben werden. Die Studierendenwerke erhalten zwar eine finanzielle Unterstützung vom Land NRW, häufen faktisch jedoch kontinuierlich Schulden an. An echten Investitionszuschüssen für Neubauten führt derzeit kein Weg vorbei.

Studierendenwohnheime sind dringend erforderliche Einrichtungen, da sie aufgrund günstiger Mietpreise gerade finanziell schwächer gestellten Menschen ein Studium ermöglichen. Auch internationale Studierende, die auf dem privaten Wohnungsmarkt besonders schwer Wohnungen finden, sind auf die Leistungen der Studierendenwerke angewiesen. Die Erfüllung der Aufgabe der Studierendenwerke – die ausreichende Bereitstellung von preisgünstigem Wohnraum – muss durch zusätzliche staatliche Mittel ermöglicht werden.

Die Unterbringung der Studierenden wird aufgrund fehlender Investitionsmittel der Studierendenwerke zunehmend dem freien Markt überlassen, was zu einem entsprechenden Mietenanstieg beiträgt. Trotz der stetig wachsenden Studierendenzahlen findet derzeit kaum ein Ausbau der Wohnheimplätze bzw. der notwendige Erhalt des Wohnheimbestandes statt.

Wir fordern, dass die Ausfinanzierung der Studierendenwerke durch das Land NRW, sodass:

– alte Wohnheime OHNE Kostenumlage auf den Mietpreis renoviert werden,
– neue Wohnanlagen gebaut werden und
– Die Durchschnittsmiete der Wohnheime der Studierendenwerke an die BAföG-Wohnpauschale angeglichen wird!

Weiter fordern wir den Ausbau von Sozialbau in NRW, sodass ein bezahlbares Zuhause für jede*n gewährleistet ist.

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