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1. Juli 2021

Demo: „Armin, nicht auf unser’n Nacken!“ Donnerstag, 1. Juli, 15.30 Uhr

Am 01.07. um 16 Uhr soll der symbolische Spatenstich für den Neubau des Hüffercampus erfolgen. Eingeladen zur Durchführung des Festakts am Hüfferstift (Hüfferstraße 27) ist Armin Laschet, seines Zeichens NRW- Ministerpräsident. Als dieser ist er für Bildung mindestens mittelbar als Regierungschef des Landeskabinetts verantwortlich. 

Armin Laschet ist es wichtiger, überstürzt die Präsenzlehre an NRW-Hochschulen wieder zu erlauben, anstatt Studierenden die notwendigen Hilfen zu eröffnen: Es braucht Impf- und Testangebote sowie finanzielle Hilfe vom Land und psychologische Konzepte für die Hochschulen. Insbesondere Studierende aus Arbeiter*innen-Familien haben in der Pandemie stark gelitten und mussten sich vielfach exmatrikulierung und Schulden aufnehmen. Alle vorangegangenen Bemühungen um mehr Bildungsgerechtigkeit werden so zerstört.

Als Studierende sind wir eine von vielen Gruppen, die von der Pandemie hart getroffen wurden. Ihr kennt’s ja eh, was sollen wir euch noch groß über ausfallende Seminare, unmögliche Pflichtpraktika, schlechte Internetverbindungen etc. erzählen. Gutes Studium? Fehlanzeige… Da wir leider keine „Küchenbauer“(*innen, Ergänzung von uns) sind, passiert für uns auf politischer Ebene: nix. 

Nun soll aber der Hochschulstandort Münster dafür herhalten, dass sich der Kanzlerkandidat, in dessen Pandemiepolitik wir Studis keine Rolle spiel(t)en, als „Gönner“ inszenieren kann? 

Nicht mit uns! 

Weiterhin fordern wir, in Zusammenarbeit mit den Studierendenschaftsvertretungen in NRW, dem Landes-ASten-Treff und dem freien zusammenschluss von student*innenschaften

  • Einen Ausbau der Beratungsangebote von Hochschulen und Studierendenwerken, um der höheren Nachfrage nach Studienberatung, sozialer und psycho-sozialer Beratung gerecht zu werden
  • Einen Ausbau der finanziellen Unterstützung durch Landes- und Bundesregierung zur Bewältigung der pandemiebedingten finanziellen Not. Dies kann auch rückwirkende Unterstützung, etwa eine Übernahme der gezahlten KfW-Kredite bedeuten
  • Eine umfangreiche Reform des BAföG (mehr dazu im Rahmen der 50 Jahre BAföG-Kampagne https://bafoeg50.de/)
  • Eine Verlängerung der Regelstudienzeit und der Freiversuche für die Zeit der Pandemie
  • Internationale Studierende zurück an die Universitäten holen und Ihnen die gleiche Unterstützung wie Bildungsinländer*innen anzubieten
  • Eine geregelte Rückkehr in die Präsenz nur dann, wenn das Infektionsgeschehen dies zulässt und die Öffnungen von Maßnahmen begleitet werden. Hierbei dürfen die Hochschulen nicht alleine gelassen werden oder vor vollendete Tatsachen gestellt werden, wie zuletzt durch die Allgemeinverfügung geschehen. Öffnungen müssen für Studierende planbar sein, da viele Studierende zurück zu den Eltern gezogen sind, Visa nicht ausgestellt wurden oder sie als Teil der Risikogruppe weiterhin geschützt werden müssen. Weiterhin müssen Studierende in alle Prozesse eingebunden werden.
  • Ein Impfangebot für alle Studierenden

 

Wir versammeln uns am 01.07. ab 15:30 am Hüfferstift bzw. auf der Rückseite (Robert-Koch-Straße) und machen deutlich: 

Lieber Armin Laschet- nicht auf unser’n Nacken!

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